Wohnung vermieten in Vorarlberg

Wohnung vermieten in Vorarlberg | So findest die richtigen Mieter

Eine Wohnung zu vermieten klingt erst mal einfach. Inserat online stellen, ein paar Besichtigungen, unterschreiben, fertig. In der Praxis entscheidet aber genau die Vorbereitung darüber, ob du in ein paar Jahren eine/n zuverlässige/n Mieter/in hast oder dich mit Mietrückständen, Streit ums Übergabeprotokoll und rechtlichen Fallstricken herumschlägst.

Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die du als Vermieter/in in Vorarlberg wirklich achten solltest.

1. Den Mietzins richtig und rechtssicher festlegen

Wie viel du verlangen darfst, hängt davon ab, ob deine Wohnung unter das Mietrechtsgesetz (MRG) fällt oder nicht. Bei Vollanwendung des MRG, etwa bei älteren Zinshäusern, gilt der Richtwertmietzins. Vorarlberg hat dabei bundesweit den höchsten Richtwert, aktuell 10,35 Euro pro Quadratmeter. Bei vielen Einfamilienhäusern, Neubauten oder Gebäuden mit wenigen Einheiten gilt hingegen oft freies Mietrecht, bei dem du den Mietzins frei vereinbaren kannst.

Wichtig für befristete Verträge im Vollanwendungsbereich, hier ist ein Abschlag von 25 Prozent auf den Richtwertmietzins gesetzlich vorgeschrieben. Viele Vermieter setzen diesen Abschlag falsch an und verlangen ohne es zu wissen zu viel, was später zu Rückforderungen führen kann.

2. Ein Inserat, das die richtigen Leute anspricht

Ehrliche Fotos, klare Angaben zu Größe, Ausstattung, Nebenkosten und Verfügbarkeit sparen dir Zeit. Ein Inserat, das die Wohnung schönredet, zieht zwar mehr Anfragen, aber auch mehr Absagen bei der Besichtigung, weil die Erwartung nicht zur Realität passt.

3. Bonität und Zuverlässigkeit prüfen, aber fair bleiben

Ein Einkommensnachweis oder eine Dienstgeberbestätigung geben dir eine realistische Einschätzung, ob sich jemand die Miete langfristig leisten kann. Achte dabei aber darauf, dass du bei der Auswahl niemanden aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht, Familienstand oder ähnlichen Merkmalen benachteiligst. Das Gleichbehandlungsgesetz gilt auch bei der Wohnungsvergabe, und Verstöße können teuer werden.

4. Den Mietvertrag sauber aufsetzen

Ein schriftlicher Mietvertrag ist zwar nicht in jedem Fall zwingend, schützt dich aber im Streitfall enorm. Wichtige Punkte, die klar geregelt sein sollten, sind die Mietdauer (befristet oder unbefristet), die Höhe von Miete und Betriebskosten, die Kaution und wer für welche Instandhaltungen zuständig ist. Üblich ist eine Kaution in Höhe von drei Bruttomonatsmieten, die du getrennt von deinem sonstigen Vermögen verwahren solltest.

5. Die Maklerkosten realistisch einplanen

Seit 1. Juli 2023 gilt in Österreich das Bestellerprinzip. Wer den Makler beauftragt, zahlt auch die Provision. Da in der Praxis fast immer der/die Vermieter/in den Makler engagiert, trägst du als Vermieter/in diese Kosten heute selbst, nicht mehr der/die Mieter/in. Das solltest du von Anfang an in deine Kalkulation einrechnen, wenn du die Vermietung nicht komplett selbst abwickeln willst.

6. Übergabe und Protokoll nicht vergessen

Ein detailliertes Übergabeprotokoll mit Zählerständen, Fotos vom Zustand und einer Liste vorhandener Mängel ist am Ende der beste Schutz vor Streit über die Kaution. Was bei Einzug nicht dokumentiert ist, lässt sich beim Auszug kaum mehr beweisen, in die eine oder andere Richtung.

Eine Vermietung, die von Anfang an sauber aufgesetzt ist, erspart dir später die meisten Probleme. Realistischer Mietzins, ehrliches Inserat, faire aber gründliche Auswahl, ein wasserdichter Vertrag und ein ordentliches Übergabeprotokoll sind der Unterschied zwischen einem entspannten Mietverhältnis und jahrelangem Ärger.

Du willst deine Wohnung vermieten, hast aber weder Zeit noch Lust auf Besichtigungstermine und Papierkram? Wir übernehmen das für dich, von der Mieterauswahl bis zum unterschriftsreifen Vertrag.

Als Immobilienmakler in Vorarlberg kennen wir die regionale Mietsituation genau und finden für deine Wohnung Mieter, die wirklich passen, nicht nur den erstbesten Interessenten.

Ein Text der unterhalb jedes Blogbeitrags stehen sollte (fixer Teil)

Autor: Florian Mayr

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